Kurze Chronik der Wallwitzburg
1786 - Im Jahr des starken Hochwassers, wird die natürliche Dünenkette der Wallwitzberge erhöht. Seitdem ist der Wallwitzberg ca. 30 Meter höher als der Elbspiegel.
1796 ist der geplante Vestatempel auf dem Wallwitzberg noch im Bau. Bauplanänderung
in eine kleine romantische 'Burg' mit einmaliger Aussicht über die Elbauen.
1800 - Erstmalige Erwähnung der vollendeten Wallwitzburg in dem Blatt
der Chalkographischen Gesellschaft, aus Blickrichtung des 'Roten Loches'.
1843 - Wallwitzburg ist verschlossen, Schlüssel kann man
beim Kastellan ausleihen
31.3.1845 - Die Schleuse und der Wall zwischen dem Wallwitzberge und dem Eisenbahndamm brechen. Die alten Wälle im Beckerbruch, am Kornhaus und der Kakenwall werden überschwemmt, genauso, wie die neue Baumschule am Elbpavillon. Das Wasser bahnt sich seinen Weg durch Ziebigk und verursacht einen Deichdurchbruch des Ochsenwalles nahe dem Obelisken.
1848 - Der Ausladeplatz am Moderberg, später Wallwitzhafen, wird notdürftig zum Be- und Entladen der Ware hergerichtet.
Mitte Juni 1908 - Die Wallwitzburg wird durch den Fürsten der Öffentlichkeit übergeben. Geöffnet: Sonntags 15 - 19 Uhr.
1924 - Die Wallwitzberge gehen in den Verantwortungsbereich der Stadt Dessau über und es werden eine Rodelbahn und ein direkter Abstieg zur Elbwiese geschaffen.
1925 dezimiert man den Baumbestand und stellt damit Sichtachsen frei. Es werden Wege mit frischem Kies in Stand gesetzt, Stufen
eingebaut und Naturgeländer errichtet.
Die Aussichtsplattform ist über den Treppenturm bis 1944 zugänglich.
1945 - Wallwitzburg als
FLAK-Beobachtungsposten - Zerstörung durch Vandalismus (Turm in Brand
gesteckt, später eingestürzt). Der Turm ist teilzerstört und wird später als Steinbruch genutzt. Reste werden später aus Sicherheitsgründen abgetragen.
1954 erfolgten Ausbesserungen und Sicherungsarbeiten am verbliebenen Hauptteil des Gebäudes und Aufbau einer Betonplatte.
Nach 1954 wird die Wallwitzburg von Bergsteigern zum Training genutzt und
in den 1980er Jahren für Besucher wegen Einsturzgefahr gesperrt.
In den 1990-iger Jahren bis Mitte 2005 bestimmt Vandalismus das Bild der Ruine
und der Umgebung.
Im Herbst 2005 wurden Auslichtungen in den Wallwitzbergen durchgeführt.
Es entstanden im Frühjahr 2006 wieder Wege, teils mit Holzstufen in den
Steigungen.
Seit November 2006 ist die Burg gesichert und teilrekonstruiert. Der Aufstieg
zur Aussichtsplattform ist seit der Einweihung am 15. Dezember des selben
Jahres über einen Stahlturm möglich. Es führt ein neu gestalteter
Weg zur Burg.
Mitte April 2007 wurden neue Kiefern und Sträucher in den Wallwitzbergen gepflanzt.
Derzeit erweckt der Verein Wallwitzburg Dessau e. V. die Burg durch Veranstaltungen und Parkpflegeeinsätze mit neuem Leben und plant kurzfristig den Anbau vom Erker mit Zwischengeschoss durch Spenden. Später soll auch der neugotische Treppenturm wieder entstehen.