Die Arbeitseinsätze
20. bis 22.06.2007 - 17 h - Erste Aufräumarbeiten
Wir haben nun angefangen am Haus "aufzuräumen".... bevor der Nutzungsvertrag überhaupt in Sack und Tüten ist...
Zuerst haben wir am vergangenen Mittwoch damit begonnen den offen stehenden, mit schwarzen und weißen Fliesen versehenden Raum von Unrat zu befreien. 4 Schubkarren Schutt und Dreck, etlicher Staub und Glasfaserummantelung von alten Rohren wurden aus dem Gebäude befördert. Wir hatten eine Menge Spaß und juckende Klamotten (Glasfaser). Wir haben erste Planen aus dem Keller gesichert. Den ersten Raum haben wir komplett vermessen.
Am zweiten Tag dann haben wir Spanplatten und Wellbleche aus dem Keller geholt um diese auf dem Dach zum Ausbessern zu verwenden. Mehr war nicht zu machen, da es an diesem Tag aus Kübeln geschüttet hat - Gut. wir wissen jetzt zumindest wo es reinregnet. Etwas Unrat aus dem Hubraum haben wir noch herausgeräumt, zur Entsorgung.
Am Freitag dann haben wir im Baumarkt Gaffa-Band und Nägel gekauft, sind auf das Dach geklettert und haben uns die Sachen per Seilzug nach oben gereicht. Die Platten waren leider zu schwer, so haben wir die schlimmsten Löcher mit Wellblechen, Planen und Gaffaband abgedichtet. Dazu haben wir das Dach gereinigt. Die Dachrinnen waren voll bis oben hin mit Dreck und Wurzeln. Die Birken, die auf dem Dach wachsen, haben wir erst einmal abgeschnitten und Pflaster, was unter Gras versteckt war, wieder sichtbar gemacht.
24.06.2007 - 2h- Güterhubraum komplett ausgeräumt
Heute haben wir in 2 Stunden Akkord-Arbeit den kompletten Sperr- und Sondermüll aus dem Hubraum herausgeräumt, so das dieser von der Stadt als Eigentümer des Geländes entsorgt werden kann. Ein Hummelnest haben wir erstmal auf die Wiese gelegt, da wir es nicht zerstören wollten. Trotzdem einmal zugebissen.
25.06.2007 - 2h- Birken entfernt
Endlich sind alle Bäume aus dem Mauerwerk entfernt, das heißt abgesägt mittels Teleskopsäge.
26.06.2007 - 1h- Schlösser angebracht
Zur Sicherung des Gebäudes haben wir Schlösser an die festen Türen angebracht. Die Reparatur einer Tür steht noch aus.
01.07.2007 - 5h- Schutt geborgen
Heute haben wir in 5 Stunden Schutt aus dem Ost-Teil des Gebäudes geborgen und Sockelmauerwerk von Wurzeln und Bäumen befreit, sowie Grasnarbe vom Beton entfernt, sowie eine Zisterne freigestellt.
02.07.2007 bis 05.07.07 - 4h- Vorarbeiten für Einsatz am Samstag
Für den samstäglichen Einsatz mussten wir testen, ob eine alte Holztür noch in die Aufhängung passt. Ein paar kleinere Aufräumarbeiten waren sonst noch an der Tagesordnung. Umgestürzte Birken haben wir aus dem Weg geräumt.
07.07.2007 - 13h- Pflaster freigelegt, Durchbrüche für Türen
Nun haben wir in einem größeren Einsatz zuerst Rasennarbe vom historischen Pflaster entfernt und zusammen mit weiterem Material zum Verfüllen einer Fehlstelle in der Kaimauer genutzt.
Dann haben wir den zugemauerten Türrahmen zwischen Ost- und Mittelteil des Gebäudes geöffnet um Schutt und Unrat in zirka 60 Schubkarren abfahren zu können. Die Außentür im Ostteil setzten wir wieder ein, nachdem diese zugemauerte Türöffnung auch wieder frei war. Leider hat diese Tür kein Schloss mehr. Aber wir fanden ein Blechtor, welches wir unter extremer Anstrengung anschleppten und einhängten, womit das Heberwerk sicher verschlossen werden konnte. Damit ist der ganze Erdgeschoßraum fast besenrein.
08.07. - 23.07.2007 - Weitere Arbeiten
Im Laufe des Monats waren noch kleine Arbeiten zu erledigen:
-Die Tür zum Fliesenraum würde neu eingehängt, da sie gänzlich aus den Angeln gefallen war. Das Pflaster vor dem Eingang haben wir weiter freigelegt und teilweise ergänzt.
22.07.2007 - Schutt - 2 h
Im westlichen Mittelteil wurde ein kleiner Kabelschacht von Schutt freigestellt und das ganze Gebäude gefegt.
04.08.2007 Dachsicherung - 6 h
Heute haben wir 2 Löcher im Dach neu verschlossen, nachdem sie wieder undicht waren. Zusätzlich bekam eine Dachrinne wieder einen Abfluss.
05.08.2007 Kellerberäumung - 4 h
In einem 6-stündigen Einsatz haben wir zuerst etwas Wegpflaster ausgebessert, dann eine Dachrinne provisorisch wieder angebracht. Der südliche Kellerraum wurde weiter gesichert und Unrat und Dreck herausgeräumt. Die Verantwortlichen des ehemaligen Global Village hatten ihren ganzen Müll im Keller deponiert. Nun soll der Keller erst einmal austrocknen. Der Unrat wurde kurze Zeit später von der Stadt Dessau-Roßlau entsorgt.
20.09., 21.09, 24.09, 27.09.2007 - Dachsicherung - 20 h
In mühevoller Arbeit wurde das Dach im Bereich der Traufe des westlichen und mittleren Zwischenbaus repariert. Zwei Meter im westlichen Teil fehlen noch. Nach dem Abdecken des Daches musste die Mauerkrone an der Traufe aufgenommen werden. Hier waren zahlreiche Wurzeln und Birken aus den Fugen zu kratzen. Die Balkenköpfe wurden gesäubert und wenn nötig mit Brettern verstärkt. Die Schalung wurde erneuert und vernagelt. Die Balkenzwischenräume wurden wieder aufgemauert. Neue Bitumenbahnen wurden aufgeschweißt. Die Traufbleche und Regenrinne wurden erneuert. Die Arbeiten gehen im nächsten Jahr weiter.
06.04.2008 Tür repariert - 3 h
Nach Vandalismus war es nötig die Tür am Fliesenraum zu reparieren.
13.04.2008 Dachsicherung - 8 h
Beim heutigen Einsatz konnte das Dach des westlichen Mittelteils gesichert werden, wie bereits 2007 geschrieben wurden die verbleibenden 2 Meter des westlichen Zwischenteils repariert. Lediglich die Dachanschlüsse zum Hubraum sind noch instandzusetzen.
23.04.2008 Stufe - 2 h
Eine Stufe der Betontreppe am Hubraum wurde probeweise repariert. Die folgenden Stufen sollen im nächsten Jahr folgen.
24.04, 25.04.2008 Pflaster, Schotter - 5 h
Das Pflaster vor dem Mittelteil im unteren, sowie oberen Teil des Gebäudes konnten wir weiter von Dreck freistellen. Bereiche ohne Befestigung haben wir mit Schotter verfüllt.
28.04.2008 Hubraum, Pflaster - 4 h
Wir haben es geschafft, das Pflaster vor dem Hubraum von Rasennarbe freizustellen.
04.2008 Hubraum Schutt - 1 h
Beim heutigen Einsatz konnte weiterer Schutt aus dem Hubraum geholt werden. (4 Schubkarren)
07.05, 08.05.2008 Grasnarbe, Natursteinpflaster - 12 h
Vor dem Hubraum wurde eine Fehlstelle im Pflaster ausgebessert. Die durch verfaulte Eisenbahnschwellen entstandenen Lücken wurden in diesem Bereich komplett neu ausgepflastert. Noch sind diese Arbeiten nicht abgeschlossen. Die Grasnarbe wurde an einem Klinkersockel ordentlich abgestochen.
14.05, 17.05., 30.05.2008 Birken, Grasnarbe
Auf der nördlichen Seite des Gebäudes wurden unterhalb des ehem. Schlotes und auf dem Sims unterhalb der Fenster die Birken und sonstigen Pflanzen entfernt.
Am 17. konnte weitere Grasnarbe rechts neben der Kellertür entfernt werden. Am 30. ging es links neben der Tür vorwärts.
28.07, 29.07.2008 Mähen
Das gesamte anvisierte Vereinsgelände wurde gemäht. Grasnarbe links der Tür wurde entfernt.
01.08, 02.08.2008 Dachreparatur - 10 h
In einer großen Aktion wurde das Dach das östlichen Mittelteils in südlicher Richtung abgedeckt. Hier gab es bereits ein mehrere Meter großes Loch in der Dachpappe und der Schalung. Es wurde festgestellt, dass die Balken in diesem Bereich erneuert werden müssen.
Durch einen befreundeten Statiker wurde das Gebäude in Augenschein genommen und uns versichert, dass es noch möglich ist, das Gebäude zu retten.
31.10.2008 Fegen
Heute wurde lediglich Laub gefegt.
03.03.2009 Fegen, Grasnarbe, Stufe
Die Eingangsstufe zum Keller wurde neu betoniert, um eine bessere Begehbarkeit zu erreichen. Grasnarbe am Schacht rechts des Hubraumes auf dem unternen Niveau wurde entfernt. Damit ist nur noch dort Gras, wo kein Pflaster oder Beton vorhanden ist.
05.03.2009 Termin Stadt Dessau-Roßlau
29 Wochen nach dem Vor-Ort-Termin konnte endlich ein Gesprächstermin bzgl. des Nutzungskonzeptes seitens der Stadt wahrgenommen werden. Versprochen waren 2(!) Wochen zur Bearbeitung.
Das für den Verein durchaus erfreuliche Ergebnis ist, dass er das Gebäude vorerst nutzen darf, sofern nur werterhaltende Maßnahmen durchgeführt werden. (Keine Sanierung, Umbau etc.) Wir dürfen es als Lagerraum und für kleinere Veranstaltung unter Auflagen nutzen. Leider gibt es eine Diskrepanz zwischen dem Wasserrecht und dem Denkmalschutz. Einerseits soll das technische Ensemble erhalten bleiben, andererseits darf im Hochwassergebiet nicht (neu)gebaut werden. Warum dann das Elbzollhaus momentan saniert wird, ist uns unschlüssig. Vermutlich hat die Stadt schon bei der Deklarierung des Geländes als Grünfläche vor ein paar Jahren einen Verfall das einmaligen Denkmals mutwillig beschlossen. Die Festsetzung des Hafens(!) als hochwassergefährdete Zone nimmt dem Gelände jegliche Perspektive. Alle hochwassertechnischen Probleme kann man mit einfachen Lösungen beheben oder minimieren. Das Wasser erreicht ausschließlich die nicht genutzten Kellerräume. Wir werden kämpfen, bis wir eine Sanierung durchsetzen können. Wir lassen eines der wenigen Dessauer Industriedenkmale nicht verfallen und unser Atem wird der längere sein.
06.03.2009 Programm 2009
Sobald wir eine Nutzungsgenehmigung haben, sollen folgende Schritte erledigt werden:
Fenster verbrettern, Schutz gegen eintretendes Wasser, evtl. Verglasen, Reparieren der Profile
Dachsicherung beenden, Fallrohre ergänzen und anschließen, Birken entfernen, Bitumenbahnen ergänzen, Dachanschlüsse schaffen.
Verbrettern der Gruben im Gebäude zur besseren Begehbarkeit
Sturz im Gebäude reparieren
Herrichten für kleine Veranstaltunen
Hochwasserschutzschotten anfertigen
07.03.2009 Tor
Für die Aufarbeitung der Tore des Hubraumes wurde eine Lasur getestet, mit dem Schluss, dass Ebenholz der Originalfarbe am ähnlichsten ist.
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