Stadt feiert Ende der Bauarbeiten Original-Artikel als Bild zum anschauen

Treff an Wallwitzburg - Wiederaufbau nach Jahren beendet

Mitteldeutsche Zeitung, 15.12.06, Seite 7.
|Neue Aussichten, wie den Blick in Richtung Roßlau, eröffnet die rekonstruierte Wallwitzburg|

Dessau/MZ. Generationen kannten die Wallwitzburg nur von Bildern oder in Form ihrer Überreste, die über Jahrzehnte gesichert worden waren. Nun ist der Wiederaufbau geschafft, und zum Abschluss der Bauarbeiten an der Wallwitzburg lädt die Stadt am Freitag ab 15 Uhr zu einer kleinen Feierstunde ein. Geplant sind unter anderem Führungen und ein Lampionumzug für Kleine und Große am Wallwitzsee zum Elbpavillon. Außerdem spielt ein Posaunenchor auf.
Mit Beendigung der Bauarbeiten an der Wallwitzburg, die als Ruine nicht mehr begehbar war, ist eine weitere Etappe der Rekonstruktion des Georgengartens abgeschlossen. Nun können Besucher wieder vom begehbaren Aussichtspunkt weiträumige Gartensichten erleben und dort verweilen. Mit der Feierstunde möchte die Stadt auch all jenen danken, die die Maßnahme finanziell oder mit freiwilligen Arbeitseinsätzen unterstützt haben, wie zum Beispiel der Wallwitzburg-Verein.
Auch die Wallwitzhügel wurden neu gestaltet, erhielten ein nutzbares Wegesystem und Pflanzbilder zurück. Noch sind die Arbeiten im Georgengarten-Beckerbruch nicht abgeschlossen. Bisher haben an den Umgestaltungsmaßnahmen und an der Beseitigung der Hochwasserschäden 17 Firmen auf 18 Baustellen sowie fünf Gutachter- und Planungsbüros mitgewirkt. Seit 2004 und noch bis zum kommenden Frühjahr werden im Georgengarten-Beckerbruch nach Angaben der Stadt zwei Millionen Euro verbaut worden sein.
Die nach 1780 als Abschluss des nördlichen Teils des Georgengartens errichtete Wallwitzburg wurde aus finanziellen Gründen aber nicht vollständig originalgetreu wieder aufgebaut. So erreicht der Besucher die mit Zinnen aufgemauerte Aussichtsplattform statt durch den ursprünglichen Treppenturm nun über eine zehn Meter hohe Spindeltreppe.