Dessau/MZ. Generationen kannten die Wallwitzburg nur von Bildern oder in
Form ihrer Überreste, die über Jahrzehnte gesichert worden waren.
Nun ist der Wiederaufbau geschafft, und zum Abschluss der Bauarbeiten an der
Wallwitzburg lädt die Stadt am Freitag ab 15 Uhr zu einer kleinen Feierstunde
ein. Geplant sind unter anderem Führungen und ein Lampionumzug für
Kleine und Große am Wallwitzsee zum Elbpavillon. Außerdem spielt
ein Posaunenchor auf.
Mit Beendigung der Bauarbeiten an der Wallwitzburg, die als Ruine nicht mehr
begehbar war, ist eine weitere Etappe der Rekonstruktion des Georgengartens
abgeschlossen. Nun können Besucher wieder vom begehbaren Aussichtspunkt
weiträumige Gartensichten erleben und dort verweilen. Mit der Feierstunde
möchte die Stadt auch all jenen danken, die die Maßnahme finanziell
oder mit freiwilligen Arbeitseinsätzen unterstützt haben, wie zum
Beispiel der Wallwitzburg-Verein.
Auch die Wallwitzhügel wurden neu gestaltet, erhielten ein nutzbares
Wegesystem und Pflanzbilder zurück. Noch sind die Arbeiten im Georgengarten-Beckerbruch
nicht abgeschlossen. Bisher haben an den Umgestaltungsmaßnahmen und
an der Beseitigung der Hochwasserschäden 17 Firmen auf 18 Baustellen
sowie fünf Gutachter- und Planungsbüros mitgewirkt. Seit 2004 und
noch bis zum kommenden Frühjahr werden im Georgengarten-Beckerbruch nach
Angaben der Stadt zwei Millionen Euro verbaut worden sein.
Die nach 1780 als Abschluss des nördlichen Teils des Georgengartens errichtete
Wallwitzburg wurde aus finanziellen Gründen aber nicht vollständig
originalgetreu wieder aufgebaut. So erreicht der Besucher die mit Zinnen aufgemauerte
Aussichtsplattform statt durch den ursprünglichen Treppenturm nun über
eine zehn Meter hohe Spindeltreppe.